Info zu Hundetraining mit Elektrohalsband

Tierschutz – Hundetraining mit Elektrohalsband

[aus Schreiben des Niedersächsisches Ministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 5.12.2024 – Auszüge
]

Es scheint  Seminare eineses Herrn Heiß (aus Österreich) zum Training mit Elektrohalsbändern sowie zur Tischarbeit mit Fixierung des Tieres unter Schmerzzuführung zu geben.

Auch wenn diese Seminar grundsätzlich im Vereinskontext angeboten werden, wird die Erlaubnispflicht nach § 11 Tierschutzgesetz (TSchG) gesehen.

Diese Ausbildungsmethoden  sind als tierschutzwidrig einzustufen.
Die Ausbildung mit Elektrohalsbändern, in Jägerkreisen als Teletac / Teletakt bezeichnet, ist gem. § 3 Satz 1 Nr. 11 TierSchG verboten.

Es gibt ausreichend Möglichkeiten, dem Hund das Ap-
portieren beizubringen. Methoden, bei denen bereits der junge Hund auch spielerisch das Apportieren erlernt bzw. verbessert, sind anzuwenden. Jagdhunderassen in ihrer ganzen Bandbreite
bringen grds. durch die Zuchtauslese mindestens 90 % an Veranlagung mit. Die fehlenden 5 bis 10 % sind der Feinschliff zwischen Hundeführerin bzw. Hundeführer und Hund, damit sie sich „blind“ verstehen.

Diese Methoden des Herrn Heiß zur Fixierung des Tieres auf einem Tisch mit Schmerzzuführung sind nicht mehr zeitgemäß und abzulehnen. Es gibt genügend tierschutzgerechte Möglichkeiten,
um den Hund mit Freude auf den jagdlichen Alltag mit der anspruchsvollen Arbeit vorzubereiten.

Sofern Veranstaltungen mit Herrn Heiß als Ausbilder/Referent veterinärbehördlich im eigenen Zuständigkeitsbereich zur Kenntnis gelangen, wird im Einzelfall um Prüfung der § 11-Erlaubnispflicht
und ggf. Anordnung von notwendigen Maßnahmen zur Verhütung künftiger Verstöße gebeten.